Viele Social Media Tätigkeiten, die zu einem erfolgreichen Branding führen, sind wiederkehrende, administrative Routine-Tätigkeiten. Diese Tätigkeiten können sehr gut von Dritten ausgeführt werden.

Hierbei ist auch von Vorteil, dass es in den sozialen Netzwerken nicht darum geht, wen man persönlich kennt, sondern darum, wer die Person (virtuell) kennt. Die häufig geforderte Authentizität ist auch in den sozialen Netzwerken wichtig. Ein gutes Briefing reicht dem Dienstleister jedoch aus, um in der Kontaktwerbung und im Kurzdialog authentisch zu erscheinen.

Selbst Fachbeiträge und Meinungsberichte können vom Dienstleister glaubwürdig publiziert werden. Für tiefgründige Dialoge müssen sich beide Parteien jedoch eng abstimmen und zeitnah agieren. Selbstverständlich ist es auch möglich, alle Arbeiten selbst durchzuführen. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass dann die Kontinuität fehlt, da aufgrund von Zeitmangel die dann lästig erscheinenden Routineaufgaben auf der Strecke bleiben.

Kontinuität ist, neben den Inhalten, ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor für den erfolgreichen Aufbau einer Reputation. Content im Internet ist schnelllebig und muss daher mit wechselnden Facetten rhythmisch wiederholt werden. Um erfolgreich wahrgenommen und als Meinungsführer oder Experte gesehen zu werden, ist ein minimaler Zeitraum von 12 Monaten erforderlich.

Ohne Internet hat der Reputationsaufbau in früheren Jahren sehr viel länger gedauert und das Ziel wurde oft nicht erreicht. Den Rhythmus der Öffentlichkeitspräsenz sollte man im Vorfeld festlegen (Kommunikationsplan) wobei eine Balance zwischen „nerven“ und „nicht relevant“ gefunden werden muss. Es ist wichtig, sich wiederkehrend (im Idealfall mit positiven Emotionen) in Erinnerung zu rufen.

Da beim Persoployer Branding die Reputation der Person und des Unternehmens im Focus stehen, muss ein geschicktes Wechselspiel von Unternehmens-Content und persönlichem Fachwissen erfolgen. Auf keinem Fall sollte direkte Werbung verbreitet werden. Die Nutzer haben ein sehr feines Gespür für direkte oder auch versteckte Werbung. Werbliche Beiträge werden durch Missachtung abgestraft. Es geht darum, Hintergrundinformationen, Randnotizen, Fachwissen, Meinungen und Emotionen zu verbreiten. Background-Informationen des Unternehmens sollten zumindest nicht unmittelbar mit dem direkten Business des Unternehmens zu tun haben.

Wenn die Öffentlichkeit zu der Auffassung kommt, dass eine Person oder Personengruppe das dazu gehörige Unternehmen positiv repräsentiert, also das Gesicht des Unternehmens darstellt, wurde ein erfolgreiches Persoployer Branding durchgeführt.