Die Gefahr der Kündigung eines Reputationsbotschafters

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Eine große Befürchtung des Managements ist es häufig, dass der oder die Reputationsbotschafter(in) kündigen könnte und der Ruf des Unternehmens dadurch Schaden nimmt. Diese Befürchtung ist sich nicht unbegründet. Wenn das Gesicht des Unternehmens zum Wettbewerber wechselt, ist zunächst ein Vakuum vorhanden, das neu gefüllt werden muss.

Unternehmen erarbeiten sich Ihren guten Ruf jedoch nicht ausschließlich durch das Persoployer Branding ihres Botschafters. Das ist lediglich ein Aspekt in der gesamten Außendarstellung. Jedes Unternehmen sollte die gesamte Klaviatur der möglichen Instrumente spielen, um im Markt positiv wahrgenommen zu werden. Hier sind die klassischen Marketing-Instrumente genauso zu nennen wie gute Produkte und Services sowie unterschiedliche Brandings, insbesondere das Employer Branding (eine Wissenschaft für sich).

Sicher ist es bitter, wenn ein Eckpfeiler der Außenwahrnehmung zum Wettbewerb geht, insbesondere dann, wenn das Unternehmen aktiv das Persoployer Branding eingeführt und bezahlt hat. Aber es ist kein Weltuntergang und es ist zu reparieren. Die positiven Argumente während der harmonischen Zeit überwiegen. Ein guter Botschafter hat eine große Strahlkraft, die auch auf das Unternehmen strahlt. Die positive Wahrnehmung des Unternehmens ist nicht von heute auf morgen weg, auch dann nicht, wenn der Botschafter nicht mehr da ist.

Schaffen Sie sich einen neuen Botschafter. Die Redensart „Neue Besen kehren gut“ inkludiert unter anderem: „Mit Erfahrung und Wissen neu beginnen“, „Mit Kreativität verkrustete Strukturen aufbrechen“ und auch „Innovativ vorangehen“.

Analysieren sie die Gründe der Kündigung und machen es beim nächsten Mal besser. Befassen Sie sich mit Mitarbeiterbindung, schaffen eine positive Arbeitsplatzkultur, eine starke Marke und ein erfolgreiches Unternehmen. Mit diesen Argumenten hat jedes Unternehmen durchaus die Chance, auch einmal einen fertigen Botschafter von den Marktbegleitern zu akquirieren. Dann ist der Eckpfeiler wieder schnell gerichtet. Wenn das nicht gelingt, muss ein neuer Reputationsbotschafter erschaffen werden und man hat nun die Chance, es in Bezug auf Bindung und Unternehmensidentifikation besser zu machen.

Die Gefahr einer Kündigung besteht letztendlich immer. Das sollte ein Unternehmen jedoch nicht davon abhalten, einen Reputationsbotschafter zu unterstützen.

Autor: Wolfgang Witt
www.marketingimmittelstand.group